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PROCEDI ist Grundschule, aber auch ein Sozialprojekt. Hier eine Übersicht über die weiteren Aufgabenfelder.

Elternarbeit

Das Thema Elternarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in PROCEDI. Vor allem die Mütter kommen beinah täglich zu PROCEDI, um aktuelle Anliegen ihrer Kinder, der Familie oder sonstige Dinge zu besprechen. Zudem sind viele Eltern Analphabeten und brauchen oft Hilfe bei für uns selbstverständlichen Dingen, wie das Ausfüllen einfacher Formulare oder Anmeldungen.


Des Weiteren versucht PROCEDI über Gespräche, Fortbildungsveranstaltungen und Hilfemaßnahmen, die Eltern in ihren jeweiligen Situationen zu unterstützen. Dabei sind besonders die Themen Ernährung, Gesundheit, Hygiene, Verhütung und Alphabetisierungskurse bei den regelmäßig stattfindenden Seminaren gefragt. Somit leistet PROCEDI einen wichtigen Beitrag zur Erwachsenenbildung.

Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen

Seit Ende 2006 verfügt PROCEDI über eine Zisterne und endlich über regelmäßig fließendes Wasser. Zuvor gab es nur zweimal in der Woche Wasser aus der Leitung, welches dann in Regentonnen gesammelt werden musste. Leider ist dies der Normalfall im Armenviertel.  Seit 2010 gibt es auch neue Sanitäreanlagen mit Duschen und Toiletten, welche die Kinder nutzen können. Zuvor teilten sich 80 Kinder und vier Mitarbeiter zwie Toiletten. Regelmäßig werden die Kinder auch auf Läuse untersucht und gegebenenfalls behandelt.  

Durch großzügige Spenden hat PROCEDI gängige Medikamente ansammeln können, die bei Erkrankungen wie Husten, Schnupfen, Halsweh, Magenbeschwerden angewendet werden können. 

In den letzten Jahren gab es eine Zusammenarbeiten mit einer deutschen Ärztin, welche die Kinder im Projekt untersucht hat und auch eine Zusammenarbeit mit einer Privatuniversität in Guatemala. Bei dieser wurden die Zähne der Kinder von Zahnmedizinstudenten untersucht und behandelt. 

Zugang zu technischen Hilfsmitteln

Das Büro von PROCEDI verfügt über zwei Computer, einer davon besitzt einen Internetanschluss. Dieser Computer steht den Jugendlichen der weiterführenden Schule zur Verfügung, die diesen für ihre Hausaufgaben oder zur Informationssuche nutzen. Zudem können sie sich im Tastaturschreiben üben oder auch mal ein Spiel ausprobieren. Um einen digitalen Analphabetismus der Kinder vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Schüler schon früh an technische Geräte herangeführt werden. Deswegen braucht PROCEDI weitere Computer. 

Ausflüge

Kinder, die in einem Armenviertel leben, haben nur wenige Möglichkeiten, dieses zu verlassen. Aus diesem Grund kennen die Kinder von PROCEDI ihre eigene Stadt, geschweige denn ihr Land nicht. Deswegen ist es wichtig, regelmäßig Ausflüge für die Kinder und Jugendlichen zu organisieren, damit sie so ihre Stadt und Umgebung kennen lernen und einmal etwas anderes sehen, als ihr von Gewalt und Armut gekennzeichnetes Viertel.


Ausflüge in nahe gelegene Freizeitparks, Schwimmbäder, Museen, Kinos oder den Zoo können nur dann durchgeführt werden, wenn sich Privatpersonen, –Organisationen, Schulklassen oder Vereine bereit erklären, die Kosten für den Ausflug zu übernehmen. In den letzten Jahren konnten dank zahlreicher Einzelspenden verschiedene Ausflüge mit den Kindern durchgeführt werden. Dabei sind Schwimmbäder immer besonders beliebt.

Feste und Veranstaltungen

In PROCEDI finden regelmäßig verschiedene Feste statt. Dies gehört zur guatemaltekischen Kultur wie in Deutschland das Brot zum Abendessen. In Guatemala gibt es viele Feiertage, die es in Deutschland in der Form nicht gibt und die häufig sehr umfangreich und ausgelassen gefeiert werden. Besonders groß wird der Muttertag (immer der 10. Mai) und der Unabhängigkeitstag (15. September) gefeiert. Zu den Feierlichkeiten studieren die Kinder traditionelle Tänze ein und führen sie in einheimischer Tracht auf. Außerdem werden in Guatemala der Tag des Lehrers, Fasching, Tag des Kindes und der Valentinstag ausgiebig gefeiert. Dabei ist der guatemaltekische Brauch des „Piňta Schlagens“ sehr beliebt. 


Politisch aktiv wird PROCEDI stets am 17. Oktober jeden Jahres, dem internationalem Tag der Armut. Dabei nimmt PROCEDI an der in der Innenstadt veranstalteten Demonstration teil, um auf die Benachteiligung der Armen und deren Rechte aufmerksam zu machen.

Basar

Ungefähr zwei Mal im Jahr findet in PROCEDI ein Basar statt, bei welchem gespendete Kleidung für einige Cent verkauft wird. Der Basar kommt bei den Müttern sehr gut an. Neben Kleidung, gibt es auch Schuhe und eine Kleinigkeit zu Essen. Die Kleider werden von Reisegruppen und privaten Personen mit nach Guatemala gebracht oder von Guatemalteken oder Deutschen, die in Guatemala leben gespendet.

PROCEDI arbeitet auch intensiv mit anderen Organisationen aus den Lomas de Santa Faz zusammen, so zum Beispiel Cuatro Mundo.

Kontakt

Marina Kallis
marina@procedi.de

Lotte Rendel
lotte@procedi.de

Markus Gränz
markus@procedi.de